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Urban Exploration

Urban Exploration - oder die Faszination vom Verlassenen!

Woran denken wir, wenn von verlassenen Häusern, von gruseligen Orten, lost and spooky places die Rede ist? Denken wir an Bates Motel, einen Serienmörder und ein Messer unter der Dusche? Denken wir an Edgar Allen Poe oder Hitchcock? An Miss Marple? An Dartmoor? An die Pyramiden von Gizeh? An die Maya in Mexiko? Die Inka in Peru?

Burgruinen und alte Tempel ziehen uns magisch an, werden zu Wallfahrtsorten der modernen Zivilisation. Aber warum? Was fasziniert uns so sehr am Verlassenen? Wenn wir verlassene Orte besuchen, versuchen wir uns dann zwangsläufig vorzustellen, wie das Leben an solchen Orten gewesen sein mag? Wann assoziieren wir solche Orte mit schaurigen Geschichten? Überhaupt: Warum werden Häuser verlassen, Fabriken, oder andere Orte des einstigen Lebens? Sind ihre Besitzer verstorben, möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Hat ein Krieg das Leben ausgelöscht? Eine Naturkatastrophe? Hat eine Epidemie alles Leben vernichtet? Die Neuzeit ist voller Rätsel und Geschichten. Unzählige Filme und Serien beschäftigen sich immer wieder mit mystischen und gruseligen Ereignissen. Vom Tod geht eine gewisse Faszination aus. Wohin gehen wir, wenn wir sterben? Gibt es Geister? Gibt es Engel? Gibt es Gott? Gibt es das Böse? Das Gute? Wo der Glaube verloren ist tauchen Fragen auf. Die menschlichen Abgründe treibt viele an Geschichten zu schreiben, sich zu fragen, warum Menschen tun, was sie tun und was sie antreibt. Und wir lieben das Unheimliche. Den Grusel. - Aber warum?

In der noch jungen Bewegung der Urban Exploration, kurz „Urbex“ folgen Fotografen aus aller Welt der Faszination des Verlassenen und den damit aufgeworfenen Fragen. Was bezwecken sie damit?


Die Zeit sichtbar machen! Den Verfall dokumentieren! Den Moment einfrieren, bevor etwas für immer verschwindet! - Wer hat hier gelebt? Warum wurde etwas verlassen? Kann man die Geschichte hinter dem Verlassenen entdecken? Wir lieben Märchen und Geschichten. - Märchenhaft etwas aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken, das ist es, was die Urbexer antreibt. Was durch die Filmindustrie, wie schon bei der Villa oberhalb Bates Motel in der Filmkulisse von „Psycho“, immer wieder ästhetisch in Szene gesetzt wird, wird von den Urbexern der Gegenwart romantisch verklärt, mit einem Hang zum Grusel, fotografisch festgehalten. Ihre Bilder laden ein, Teil zu haben am Gedankenspiel, was an den „lost places“ wohl geschehen sein mag. Und manchmal stolpern sie über Perlen des Vergangenen.

Die Urbex Fotografie lädt ein, einen Gedanken an die Vergänglichkeit zu verschwenden, was wiederum das Leben so viel kostbarer werden lässt.


Weitere Fotografien zum Thema "Urban Exploration" und noch viel mehr Kunst finden Sie bei Crelala - Kunst von und für Jedermann.

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